Fehler passieren, aber wie soll man mit ihnen umgehen?
Shownotes
Fehler passieren, aber das macht sie nicht weniger unangenehm! Manchmal ist das richtig schwierig, einen Umgang damit zu finden. In dieser Folge nehme ich dich auf einen Gedankenausflug mit, der uns zu Hannah Arendt und ihrer Schrift „Vita activa oder vom tätigen Leben“ führt. Hier hat sie nämlich über die Frage nachgedacht: Was tun wir eigentlich, wenn wir tätig sind? Auch wenn sie mit ihrer Untersuchung über das Handeln den Fokus auf Öffentlichkeit und Politik legt, helfen mir ihre Erklärungen zum Neuanfangen, zu Schuld, Verzeihen und Versprechen mit meiner Einstellung zu mir, meinen Tätigkeiten und eben auch meinen Fehlern, falls sie mal passieren! Vielleicht hilft es dir ja auch dabei, einen Umgang mit den eigenen Fehlern zu finden oder gibt dir zumindest einen kleinen Einblick in dieses gewinnbringende, spanende Buch von Arendt.
Viel Freude beim Weiterdenken und deinem eigenen Philosophieren!
Die Zitate und Links zu dem Erwähnten findest du in den Shownotes. Wenn du gerne philosophierst, abonniere doch meinen Newsletter - er erscheint einmal im Monat, hat einen philosophischen Impuls dabei und informiert über aktuelle Bildungsangebote im philosophischen Bereich.
Alles Gute!
Folgende Zitate habe ich für diese Folge aus Hannah Arendts Vita activa oder vom tätigen Leben (2019) verwendet:
„Was ich daher im folgenden vorschlage, ist eine Art Besinnung auf die Bedingungen, unter denen, soviel wir wissen, Menschen bisher gelebt haben, und diese Besinnung ist geleitet, auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt ist, von den Erfahrungen und den Sorgen der gegenwärtigen Situation.“ (Arendt 2019: Vita activa, Einleitende Bemerkungen)
„Handelnd und sprechend offenbaren die Menschen jeweils, wer sie sind, treten gleichsam auf die Bühne der Welt, auf der sie vorher so nicht sichtbar waren […]“ (Arendt 2019: Vita activa, S. 219)
„[…], daß kein Mensch, wenn er handelt, wirklich weiß, was er tut; daß der Handelnde immer schuldig wird; daß er eine Schuld an Folgen auf sich nimmt, die er niemals beabsichtigte oder auch nur absehen konnte; daß wie verhängnisvoll und unerwartet sich das, was er tat, auch auswirken mag, er niemals im Stande sein wird, es wieder rückgängig zu machen […]. All dies war immer Grund genug, sich in Verzweiflung von dem Bereich menschlicher Angelegenheiten wegzuwenden und mit Verachtung auf diese zweideutigste aller menschlichen Gaben, die Gabe der Freiheit, zu blicken […].“ (Arendt 2019: Vita activa, S. 297f.)
Hier findest du die aktuelle Arendt-Biographie von Grit Straßenberger: Die Denkerin
Und hier ist die Sternstunde Philosophie, in der Grit Straßenberger mit Olivia Röllin über dieses Buch, Arendts Leben und Werk spricht.
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